Pufferspeicher

Ein Pufferspeicher ist ein vollisolierter Wasserbehälter,der überschüssige und von der Wohnung momentannicht benötigte Heizkesselenergie aufnehmen
kann.
Er dient zur Wohnraumheizung nach Ausbrand des Wärmeerzeugers.
Für Scheitholzvergaserkessel gehört ein Pufferspeicher zur notwendigen Grundausstattung.
In der Praxis bedeutet dies, dass z. B. in der Übergangszeit bei einmaligem Heizen pro Tag selbst mehrere Stunden nach Ausbrand des Kessels die Wohnung mit dem Heißwasser des Pufferspeichers weiter beheizt werden kann. Dadurch lässt sich der Gesamtwirkungsgrad einer Holzheizung beträchtlich steigern.
Als Auslegungsfaustregel bei der Wahl des Pufferspeichervolumens Nennleistung empfohlen, d. h. die Energie einer Brennstoff-Füllung sollte weitgehend (⊃3; 75 %) vom Pufferspeicher aufgenommen werden können!

Generell sollte ein Pufferspeicher nicht nach der Kesselleistung, sondern nach dem vorhandenen Füllraumvolumen für den Holzbrennstoff ausgelegt werden.

Nur das Füllraumvolumen entscheidet, mit welcher Energiemenge (chemisch gebundene Energie des Brennholzes in kWh) der Kessel befüllt werden kann. Die Kesselleistung in kW gibt lediglich an, mit welcher Intensität bzw. Geschwindigkeit dieses Energiepotenzial pro Stunde in Wärme freigesetzt wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei 14 kW Kesselleistung während der 10-stündigen Betriebszeit eine Wärmeabforderung der Wohnung bzw. des Brauchwasserspeichers (Boilers) kommt, ist relativ hoch.
Folglich kann hier das notwendige Pufferspeichervolumen kleiner gewählt werden als bei dem doppelt so leistungsstarken Modell mit 28 kW.
Bei diesem großen Kessel ist bereits nach 5 Std. alles vorbei, so dass hier ein größeres Risiko besteht, die anfallende Wärme in dieser Zeit nicht sinnvoll abzusetzen. Dies wird mit einem größeren Pufferspeicher vermieden.
Aber was ist in diesem Zusammenhang eigentlich groß und was ist klein?

Da nicht erwartet wird, dass ein Nutzer seinen Scheitholzvergaserkessel voll befüllt startet, obwohl kein Wärmebedarf vorhanden ist, kann das errechnete
Pufferspeichervolumen selbstverständlich etwas kleiner gewählt werden.
Nach Wertung aller Vor- und Nachteile verschiedener Pufferspeichergrößen ist erkennbar, dass dieser Wasserspeicher im Zweifelsfall eher etwas größer als
zu klein gewählt werden sollte. Ein Nutzer, der das Befüllen des Kessels innerhalb der Familie auf viele Schultern verteilen kann, der ohne
Probleme auch mehrere Befüll- bzw. Nachlegeintervalle pro Tag akzeptiert, kann sich aus finanziellen Gründen an der Untergrenze von 50 bis 55 l/kW orientieren.
Ein Nutzer, der von seinem Kessel einen weitgehend autonomen Betrieb erwartet und der aus Zeitgründen nur maximal einmal pro Tag nachlegen kann
oder will, sollte eher ein Pufferspeichervolumen von 100 l/kW wählen.

Mit freundlicher Genehmigung von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Die FNR im Internet: www.fnr.de